<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>nachtSonnen</title>
    <link>https://blog.nachtsonnen.studio/</link>
    <description>social butterfly </description>
    <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 14:02:40 +0000</pubDate>
    <image>
      <url>https://i.snap.as/7jj0E109.png</url>
      <title>nachtSonnen</title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/</link>
    </image>
    <item>
      <title>Leiser Fortschritt </title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/leiser-fortschritt?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[&#xA;Heute ist was cooles passiert. Oder besser: es ist nicht passiert. My girlfriend und ich waren in einem Café (eher eine Bäckerei mit Sitzmöglichkeiten und dem schlechtesten Kaffee, seit ich in der Klinik war) und auf dem Tisch war so ein Weihnachtsgesteck mit Tannengrün. Tannengrün war für mich mit einer meiner stärksten Trigger. &#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Heute hat mich das Zeug kalt gelassen. Die Expo hat tatsächlich etwas gebracht. Ich habe das Gesteck erst gar nicht wahrgenommen. Als ich es bemerkt habe, kam eine Erinnerung hoch. Aber sie war nur ganz schwach. Ich hatte keine Flashbacks, kein Gefühl von Hilflosigkeit. Ich war eher etwas verwundert, wie wenig mich das Tannengrün gestört hat. &#xA;&#xA;Erst im Nachhinein, heute Abend, habe ich den Fortschritt realisiert. Es war keine laute Freude, eher ein stilles, warmes Sich freuen. Ein kleines Innehalten, ein freundlicher Blick auf mich selbst: Das war nicht nichts. Etwas ist leichter geworden. Und es tut gut zu spüren, dass sich all die Mühe, die Kraft und auch der Schmerz der Traumatherapie gelohnt haben 👸🏻 selbst dann, wenn der Erfolg leise bleibt.&#xA;&#xA;#VeryVeri #LeiserFortschritt #SanftZuMir ]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist was cooles passiert. Oder besser: es ist nicht passiert. My girlfriend und ich waren in einem Café (eher eine Bäckerei mit Sitzmöglichkeiten und dem schlechtesten Kaffee, seit ich in der Klinik war) und auf dem Tisch war so ein Weihnachtsgesteck mit Tannengrün. Tannengrün war für mich mit einer meiner stärksten Trigger.</p>



<p>Heute hat mich das Zeug kalt gelassen. Die Expo hat tatsächlich etwas gebracht. Ich habe das Gesteck erst gar nicht wahrgenommen. Als ich es bemerkt habe, kam eine Erinnerung hoch. Aber sie war nur ganz schwach. Ich hatte keine Flashbacks, kein Gefühl von Hilflosigkeit. Ich war eher etwas verwundert, wie wenig mich das Tannengrün gestört hat.</p>

<p>Erst im Nachhinein, heute Abend, habe ich den Fortschritt realisiert. Es war keine laute Freude, eher ein stilles, warmes Sich freuen. Ein kleines Innehalten, ein freundlicher Blick auf mich selbst: Das war nicht nichts. Etwas ist leichter geworden. Und es tut gut zu spüren, dass sich all die Mühe, die Kraft und auch der Schmerz der Traumatherapie gelohnt haben 👸🏻 selbst dann, wenn der Erfolg leise bleibt.</p>

<p><a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:VeryVeri" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">VeryVeri</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:LeiserFortschritt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">LeiserFortschritt</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:SanftZuMir" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">SanftZuMir</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/leiser-fortschritt</guid>
      <pubDate>Sat, 27 Dec 2025 23:01:49 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Ich mag meine Arbeit</title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/ich-mag-meine-arbeit?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Es hat sich gelohnt mich heute zur Arbeit zu zwingen. Ich hatte ein ganz zauberhaftes Beratungsgespräch mit einer sehr angenehmen und spannenden Person. Ich glaube ich konnte ein wenig hilfreich sein. &#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Dann habe ich noch ein positives Feedback zu einem Flyer den ich entworfen habe bekommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. &#xA;&#xA;Die BPD Selbshilfegruppe ist leider ausgefallen. Dafür habe ich die share pics für den trA\*vent fertig bekommen. &#xA;&#xA;Ein paar Stunden hatte ich richtig gute Laune. &#xA;&#xA;Leider bin ich jetzt wieder völlig erschöpft und will einfach nur noch ins Bett. Mich nervt das so, so wenig belastbar zu sein. &#xA;&#xA;#job #erschöpfung #borderline #adhs]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es hat sich gelohnt mich heute zur Arbeit zu zwingen. Ich hatte ein ganz zauberhaftes Beratungsgespräch mit einer sehr angenehmen und spannenden Person. Ich glaube ich konnte ein wenig hilfreich sein.</p>



<p>Dann habe ich noch ein positives Feedback zu einem Flyer den ich entworfen habe bekommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut.</p>

<p>Die BPD Selbshilfegruppe ist leider ausgefallen. Dafür habe ich die share pics für den trA*vent fertig bekommen.</p>

<p>Ein paar Stunden hatte ich richtig gute Laune.</p>

<p>Leider bin ich jetzt wieder völlig erschöpft und will einfach nur noch ins Bett. Mich nervt das so, so wenig belastbar zu sein.</p>

<p><a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:job" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">job</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:ersch%C3%B6pfung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">erschöpfung</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:borderline" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">borderline</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:adhs" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">adhs</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/ich-mag-meine-arbeit</guid>
      <pubDate>Tue, 09 Dec 2025 21:04:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Endlich wieder Therapie</title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/endlich-wieder-therapie?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Eben hatte ich nach Wochen endlich wieder Psychotherapie. Klar habe ich gemerkt, wie mir die Gespräche mit ihr fehlen. Dennoch bin ich überrascht, wie sehr die Termine entlasten.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Ich habe wie ein Wasserfall gequasselt. Sie hat verstanden, warum $Dinge mich belasten. Und statt mich gaslighten, wie gut ich doch alles mache und wie stark ich bin, hatte sie konkrete Vorschläge. Zum Ausprobieren und nicht „das ist gut für Sie, machen Sie das, sonst sind Sie halt nicht compliment!“.&#xA;&#xA;Es gibt eine Sache, die ich nicht mit anderen, auch anderen Unterstützer\*innen nicht teilen mag. Seit meiner Borderline Diagnose habe ich oft Angst zu manipulieren, oder den Eindruck zu vermitteln, ich manipuliere. Ihr konnte ich das sagen. Wir haben in Ruhe darüber gesprochen, auch über meine Angst manipulativ zu sein, oder zu wirken.&#xA;&#xA;Es ist echt krass, wie sehr ich ihr vertraue.&#xA;&#xA;(und ebenso krass, wie wenig ich mir traue! Im laufe der Therapie wollen wir auch darüber sprechen, was Manipulation genau ist, wie ich dysfuntionales Verhalten und funktionales Verhalten unterscheiden kann)&#xA;&#xA;BTW habe ich im Gespräch bemerkt, wie schwer es mir fällt Erwartungen nicht zu entsprechen, die aus Sicht des Gegenübers sinnvoll, für mich erreichbar scheinen. Damit.&#xA;&#xA;#borderline #histrionisch #adhs]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Eben hatte ich nach Wochen endlich wieder Psychotherapie. Klar habe ich gemerkt, wie mir die Gespräche mit ihr fehlen. Dennoch bin ich überrascht, wie sehr die Termine entlasten.</p>



<p>Ich habe wie ein Wasserfall gequasselt. Sie hat verstanden, warum <code>$Dinge</code> mich belasten. Und statt mich gaslighten, wie gut ich doch alles mache und wie stark ich bin, hatte sie konkrete Vorschläge. Zum Ausprobieren und nicht „das ist gut für Sie, machen Sie das, sonst sind Sie halt nicht compliment!“.</p>

<p>Es gibt eine Sache, die ich nicht mit anderen, auch anderen Unterstützer*innen nicht teilen mag. Seit meiner Borderline Diagnose habe ich oft Angst zu manipulieren, oder den Eindruck zu vermitteln, ich manipuliere. Ihr konnte ich das sagen. Wir haben in Ruhe darüber gesprochen, auch über meine Angst manipulativ zu sein, oder zu wirken.</p>

<p><strong>Es ist echt krass, wie sehr ich ihr vertraue.</strong></p>

<p>(und ebenso krass, wie wenig ich mir traue! Im laufe der Therapie wollen wir auch darüber sprechen, was Manipulation genau ist, wie ich dysfuntionales Verhalten und funktionales Verhalten unterscheiden kann)</p>

<p><em>BTW habe ich im Gespräch bemerkt, wie schwer es mir fällt Erwartungen nicht zu entsprechen, die aus Sicht des Gegenübers sinnvoll, für mich erreichbar scheinen. Damit.</em></p>

<p><a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:borderline" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">borderline</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:histrionisch" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">histrionisch</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:adhs" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">adhs</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/endlich-wieder-therapie</guid>
      <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 18:33:51 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Ich bin nicht stark</title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/ich-bin-nicht-stark?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[&#xA;Als ehemalige Psych Schwester ist mir schon klar, warum sie es tun. Mich trifft es dennoch immer wieder hart. &#xA;&#xA;Meine Job Coach hat vorhin versucht mir Mut zu machen, mir Hoffnung zu geben. Sie hat aufgezählt, welche Unterstützung ich schon bekomme, wie gut ich in meinem Job bin und wie stark ich bin. Ich habe schon so viel geschafft, ausgehalten und überstanden. &#xA;&#xA;Bei mir kommt an: Ich werde wieder nicht gesehen und meine Grenzen werden nicht akzeptiert.  &#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Ja, mir ist klar, da kickt mein Borderline, meine Wahrnehmung ist verzerrt und die Coach möchte mir eher was Gutes. Auf keinen Fall, will sie mir schaden. Deshalb bin ich nicht gesplittet, war ihr sogar ein wenig dankbar. Sie hat es wirklich gut gemeint. &#xA;&#xA;Aber, aber … ich bin so gar nicht stark. Ich mit meinen drei Stunden Arbeit (Wiedereingliederung bis Februar mit langsamer Erhöhung der Stundenzahl) völlig überfordert. Sie hat Recht, Beratungsgespräche machen mir Spaß, ich kann gut mit Klienties und ich denke ich für die hilfreich. &#xA;&#xA;Den Rest, Projektleitung und anderes Organisatorisches, bekomme ich jedoch kaum hin. Und, was ich schaffe, braucht ewig, ist nicht ausreichend. Es kostet mich enorm viel Kraft. &#xA;&#xA;Seit der Traumatherapie in Tiefenbrunn spüre ich mich mehr. Ich kann Warnzeichen nicht mehr wegdrücken. Ich habe auch gelernt, was dieses Wegdrücken über die Jahre mit mir angerichtet hat. Ich will meine Bedürfnisse, Schwächen und Gefühle auch gar nicht mehr verstecken. &#xA;&#xA;Wenn ich schildere, wie schwer es mir fällt aufzustehen, mich fertig zu machen und die Wohnung zu verlassen, möchte ich gesehen werden. Ich möchte das mir zugestanden wird, dass ich broken bin. Es tut weh, wenn nicht verstanden wird, dass ich den Haushalt nicht schaffe, nicht einkaufen gehen kann und kaum noch soziale Kontakte halten kann. &#xA;&#xA;Ich kann es nicht mehr aushalten. So wichtig mir die Arbeit in der Beratungsstelle ist, ich möchte ein Leben haben. &#xA;&#xA;Ich bin mittlerweile so durch, dass ich nicht nur überlege wieder Rente zu beantragen, sondern ob ich mich bei einer Tagesstätte anmelde. Ich kann einfach nicht mehr. &#xA;&#xA;#borderline #histrionisch #ptbs #adhs]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Als ehemalige Psych Schwester ist mir schon klar, warum sie es tun. Mich trifft es dennoch immer wieder hart.</p>

<p>Meine Job Coach hat vorhin versucht mir Mut zu machen, mir Hoffnung zu geben. Sie hat aufgezählt, welche Unterstützung ich schon bekomme, wie gut ich in meinem Job bin und wie stark ich bin. Ich habe schon so viel geschafft, ausgehalten und überstanden.</p>

<p>Bei mir kommt an: Ich werde wieder nicht gesehen und meine Grenzen werden nicht akzeptiert.</p>



<p>Ja, mir ist klar, da kickt mein Borderline, meine Wahrnehmung ist verzerrt und die Coach möchte mir eher was Gutes. Auf keinen Fall, will sie mir schaden. Deshalb bin ich nicht gesplittet, war ihr sogar ein wenig dankbar. Sie hat es wirklich gut gemeint.</p>

<p>Aber, aber … ich bin so gar nicht stark. Ich mit meinen drei Stunden Arbeit (Wiedereingliederung bis Februar mit langsamer Erhöhung der Stundenzahl) völlig überfordert. Sie hat Recht, Beratungsgespräche machen mir Spaß, ich kann gut mit Klienties und ich denke ich für die hilfreich.</p>

<p>Den Rest, Projektleitung und anderes Organisatorisches, bekomme ich jedoch kaum hin. Und, was ich schaffe, braucht ewig, ist nicht ausreichend. Es kostet mich enorm viel Kraft.</p>

<p>Seit der Traumatherapie in Tiefenbrunn spüre ich mich mehr. Ich kann Warnzeichen nicht mehr wegdrücken. Ich habe auch gelernt, was dieses Wegdrücken über die Jahre mit mir angerichtet hat. Ich will meine Bedürfnisse, Schwächen und Gefühle auch gar nicht mehr verstecken.</p>

<p>Wenn ich schildere, wie schwer es mir fällt aufzustehen, mich fertig zu machen und die Wohnung zu verlassen, möchte ich gesehen werden. Ich möchte das mir zugestanden wird, dass ich broken bin. Es tut weh, wenn nicht verstanden wird, dass ich den Haushalt nicht schaffe, nicht einkaufen gehen kann und kaum noch soziale Kontakte halten kann.</p>

<p>Ich kann es nicht mehr aushalten. So wichtig mir die Arbeit in der Beratungsstelle ist, ich möchte ein Leben haben.</p>

<p>Ich bin mittlerweile so durch, dass ich nicht nur überlege wieder Rente zu beantragen, sondern ob ich mich bei einer Tagesstätte anmelde. Ich kann einfach nicht mehr.</p>

<p><a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:borderline" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">borderline</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:histrionisch" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">histrionisch</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:ptbs" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ptbs</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:adhs" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">adhs</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/ich-bin-nicht-stark</guid>
      <pubDate>Thu, 27 Nov 2025 20:09:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Gestört</title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/gestoert?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Heute war ich schon so weit, loszugehen. Ich hatte mir ein kleines Frühstück gemacht, war frisch geduscht und angezogen. Auf den gemeinsamen Abend zum #tdor in der Beratungsstelle hatte ich mich richtig gefreut.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Und dann: peng. Ohne ersichtlichen Grund flossen plötzlich Tränen. Ich habe heftig geweint, und meine Gedanken wurden richtig dunkel.&#xA;&#xA;Zuerst wollte ich trotzdem los. Ich war doch jetzt schon zwei Tage zu Hause gewesen. Zusammenreißen! Schon wieder scheitern ist keine Option.&#xA;&#xA;Aber es ging nicht. Es ging gar nichts mehr.&#xA;&#xA;Langsam wurde ich ruhiger, konnte wieder denken und fühlen. Ich konnte die Erschöpfung wahrnehmen. Mein Mitgefühl mit mir selbst kam vorsichtig zurück.&#xA;&#xA;Termine absagen und nicht zu dem Treffen gehen ist ätzend. Aber meine Gesundheit, ich selbst, bin mir wichtiger.&#xA;&#xA;Das habe ich zum Glück in Tiefenbrunn gelernt: Emotionen dürfen sein. Ich kann achtsam und liebevoll mit mir umgehen und sollte jeden ersten Impuls prüfen.&#xA;&#xA;Da sehe ich meine Störungen so deutlich wie selten: Vor der Traumatherapie hätte ich sicher dem Impuls „Du musst jetzt arbeiten gehen, koste es, was es wolle“ nachgegeben. Ich hätte nicht in mich reingespürt, nicht überlegt, welche Folgen es hat, über meine Grenzen zu gehen.&#xA;&#xA;Komplette Zusammenbrüche hatte ich mehr als einmal.&#xA;&#xA;#borderline #histrionisch #adhs]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Heute war ich schon so weit, loszugehen. Ich hatte mir ein kleines Frühstück gemacht, war frisch geduscht und angezogen. Auf den gemeinsamen Abend zum <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:tdor" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">tdor</span></a> in der Beratungsstelle hatte ich mich richtig gefreut.</p>



<p>Und dann: peng. Ohne ersichtlichen Grund flossen plötzlich Tränen. Ich habe heftig geweint, und meine Gedanken wurden richtig dunkel.</p>

<p>Zuerst wollte ich trotzdem los. Ich war doch jetzt schon zwei Tage zu Hause gewesen. Zusammenreißen! Schon wieder scheitern ist keine Option.</p>

<p>Aber es ging nicht. Es ging gar nichts mehr.</p>

<p>Langsam wurde ich ruhiger, konnte wieder denken und fühlen. Ich konnte die Erschöpfung wahrnehmen. Mein Mitgefühl mit mir selbst kam vorsichtig zurück.</p>

<p>Termine absagen und nicht zu dem Treffen gehen ist ätzend. Aber meine Gesundheit, ich selbst, bin mir wichtiger.</p>

<p>Das habe ich zum Glück in Tiefenbrunn gelernt: Emotionen dürfen sein. Ich kann achtsam und liebevoll mit mir umgehen und sollte jeden ersten Impuls prüfen.</p>

<p>Da sehe ich meine Störungen so deutlich wie selten: Vor der Traumatherapie hätte ich sicher dem Impuls „Du musst jetzt arbeiten gehen, koste es, was es wolle“ nachgegeben. Ich hätte nicht in mich reingespürt, nicht überlegt, welche Folgen es hat, über meine Grenzen zu gehen.</p>

<p>Komplette Zusammenbrüche hatte ich mehr als einmal.</p>

<p><a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:borderline" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">borderline</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:histrionisch" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">histrionisch</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:adhs" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">adhs</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/gestoert</guid>
      <pubDate>Thu, 20 Nov 2025 19:07:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Empathie und mein Borderline </title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/empathie-und-borderline?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Obwohl ich sehr feine Antennen habe, oft eher zu viel mitfühle (mich nicht wirklich abgrenzen kann und von Stimmungen um mich herum geradezu überrollt werde), fällt es mir schwer, bestimmte Emotionen zu erkennen und ich bewerte neutrale Situationen eher negativ. Das ist typisch für Menschen mit Borderline.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;  „Die Eingangshypothesen konnten über die Prüfung der Daten \[…\] größtenteils bestätigt werden. Die untersuchten Borderline-Patientinnen wiesen Defizite in der Erkennung von Verachtung, neutralem Ausdruck und Ekel auf, die jedoch nicht störungsspezifisch waren, und zeigten des Weiteren eine störangsspezifische, verstärkte Tendenz zur Verwechslung anderer Emotionsausdrücke mit Verachtung und zur Fehlinterpretation neutraler Ausdrücke i. S. einer negativen Emotion.“&#xA;&#xA;— Die Kompetenz von Borderline-Patientinnen zur Dekodierung von Emotionen aus dem mimischen Ausdruck von Stephanie Nausikaa Schettler, Saarbrücken, 2010, https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/10760/1/scheffler_bearbeitet.pdf&#xA;&#xA;Kombiniert mit meiner Neigung zum Schwarz/Weiß-Denken (ADHS und Borderline) ergeben sich daraus immer wieder Konflikte, Selbstzweifel und nicht angemessene Reaktionen. Lange Zeit bin ich daran immer wieder verzweifelt.&#xA;&#xA;Ich konnte nicht begreifen, warum ich auf der einen Seite immer wieder das Feedback bekommen habe, sehr emphatisch zu sein, zum Beispiel gut mit schwierigen Patient\*innen zu arbeiten, Menschen gut zuhören und verstehen zu können – ich mich auf der anderen Seite häufig angegriffen gefühlt habe, Konflikte eskaliert sind und ich mich selbst abgewertet habe, obwohl objektiv gar keinen Anlass dazu gab.&#xA;&#xA;Mittlerweile hilft mir das Wissen über mein Störungsbild. Zumindest, wenn ich nicht im Hochstress bin, frage ich nach, versuche die Antwort zu glauben, hinterfrage meine eigene Wahrnehmung (gerade bei Menschen, von denen ich weiß, dass sie mich lieben, sie mir nichts Böses wollen) oder schlafe eine Nacht darüber, bevor ich reagiere.&#xA;&#xA;Es ist anstrengend, immerzu achtsam zu sein, sich selbst zu beobachten. Es kostet Zeit und Energie, Situationen zu analysieren, versuchen aus anderen Perspektiven auf sie zu blicken.&#xA;&#xA;Dadurch, und in einem Umfeld, das sehr verständnisvoll ist, mich nicht für mein ständiges Fragen nach Klarheit und Feedback beschämt, bin ich in der Lage, beständigere Beziehungen zu führen.&#xA;&#xA;Es erklärt aber auch, warum mich soziale Situationen schnell erschöpfen und ich permanent überfordert bin.&#xA;&#xA;##### #bpd #borderline #Empathie #Verzerrung]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl ich sehr feine Antennen habe, oft eher zu viel mitfühle (mich nicht wirklich abgrenzen kann und von Stimmungen um mich herum geradezu überrollt werde), fällt es mir schwer, bestimmte Emotionen zu erkennen und ich bewerte neutrale Situationen eher negativ. Das ist typisch für Menschen mit Borderline.</p>



<blockquote><p>„Die Eingangshypothesen konnten über die Prüfung der Daten […] größtenteils bestätigt werden. Die untersuchten Borderline-Patientinnen wiesen Defizite in der Erkennung von Verachtung, neutralem Ausdruck und Ekel auf, die jedoch nicht störungsspezifisch waren, und zeigten des Weiteren eine störangsspezifische, verstärkte Tendenz zur Verwechslung anderer Emotionsausdrücke mit Verachtung und zur Fehlinterpretation neutraler Ausdrücke i. S. einer negativen Emotion.“</p></blockquote>

<h6 id="die-kompetenz-von-borderline-patientinnen-zur-dekodierung-von-emotionen-aus-dem-mimischen-ausdruck-von-stephanie-nausikaa-schettler-saarbrücken-2010-https-archiv-ub-uni-heidelberg-de-volltextserver-10760-1-scheffler-bearbeitet-pdf" id="die-kompetenz-von-borderline-patientinnen-zur-dekodierung-von-emotionen-aus-dem-mimischen-ausdruck-von-stephanie-nausikaa-schettler-saarbrücken-2010-https-archiv-ub-uni-heidelberg-de-volltextserver-10760-1-scheffler-bearbeitet-pdf">— Die Kompetenz von Borderline-Patientinnen zur Dekodierung von Emotionen aus dem mimischen Ausdruck von Stephanie Nausikaa Schettler, Saarbrücken, 2010, <a href="https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/10760/1/scheffler_bearbeitet.pdf" rel="nofollow">https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/10760/1/scheffler_bearbeitet.pdf</a></h6>

<p>Kombiniert mit meiner Neigung zum Schwarz/Weiß-Denken (ADHS und Borderline) ergeben sich daraus immer wieder Konflikte, Selbstzweifel und nicht angemessene Reaktionen. Lange Zeit bin ich daran immer wieder verzweifelt.</p>

<p>Ich konnte nicht begreifen, warum ich auf der einen Seite immer wieder das Feedback bekommen habe, sehr emphatisch zu sein, zum Beispiel gut mit schwierigen Patient*innen zu arbeiten, Menschen gut zuhören und verstehen zu können – ich mich auf der anderen Seite häufig angegriffen gefühlt habe, Konflikte eskaliert sind und ich mich selbst abgewertet habe, obwohl objektiv gar keinen Anlass dazu gab.</p>

<p>Mittlerweile hilft mir das Wissen über mein Störungsbild. Zumindest, wenn ich nicht im Hochstress bin, frage ich nach, versuche die Antwort zu glauben, hinterfrage meine eigene Wahrnehmung (gerade bei Menschen, von denen ich weiß, dass sie mich lieben, sie mir nichts Böses wollen) oder schlafe eine Nacht darüber, bevor ich reagiere.</p>

<p>Es ist anstrengend, immerzu achtsam zu sein, sich selbst zu beobachten. Es kostet Zeit und Energie, Situationen zu analysieren, versuchen aus anderen Perspektiven auf sie zu blicken.</p>

<p>Dadurch, und in einem Umfeld, das sehr verständnisvoll ist, mich nicht für mein ständiges Fragen nach Klarheit und Feedback beschämt, bin ich in der Lage, beständigere Beziehungen zu führen.</p>

<p>Es erklärt aber auch, warum mich soziale Situationen schnell erschöpfen und ich permanent überfordert bin.</p>

<h5 id="bpd-borderline-empathie-verzerrung" id="bpd-borderline-empathie-verzerrung"><a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:bpd" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">bpd</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:borderline" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">borderline</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:Empathie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Empathie</span></a> <a href="https://blog.nachtsonnen.studio/tag:Verzerrung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Verzerrung</span></a></h5>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/empathie-und-borderline</guid>
      <pubDate>Wed, 12 Nov 2025 15:46:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Hallo Welt</title>
      <link>https://blog.nachtsonnen.studio/hallo-welt?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Der erste Eintrag. ]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Eintrag.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.nachtsonnen.studio/hallo-welt</guid>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 15:31:08 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>